The Undertaker

20011130-undertaker03

Erbaut 2001, Bauzeit ca. 10 Stunden

Warum der Undertaker?

Ich hatte mir seit Jahren schon Gedanken über eine Wasserkühlung gemacht. Allerdings hatte ich nie die Zeit gefunden, so etwas selbst zu fertigen. (Jaja, ab und an muß ich auch Geld verdienen...)
Als dann in Deutschland die ersten Sets käuflich waren, haben sie mir samt und sonders nicht gefallen. Ich stieß im Zusammenhang mit meinen Recherchen auf einen amerikanischen Shop, dessen Reservoir und Pad vernünftig gefertigt war. Also bestellte ich ein Reservoir mit innenliegenden Doppelpumpen, ein CPU-Pad aus CU/Alu-Compound und einen vernünftigen Radiator mit zwei 120er Lüftern. Vom Preis allerdings will ich nicht reden, von den Versandkosten schon zweimal nicht und vom Zoll schon gar nicht! Fragt einfach nicht nach dem Preis!


Kurzbeschreibung

Der Undertaker war einfach ein Chieftech-Case, in dem eine Wasserkühlung für Chipset und CPU eingebaut wurde. Der Radiator kam oben drauf, dahinter das Reservoir, mit zwei innenliegenden Tauchpumpen.
Das CPU-Pad, der Radiator und das Reservoir waren aus den USA, weil zu dem Zeitpnkt in Deutschland kaum etwas ansprechendes auf dem Markt war. Reservoirs kannten sie in Deutschland zu dem Zeitpunkt auch noch nicht.
Für die Optik wurde hinter den Schlitzen der Frontblende eine LED-Reihe mit 28 roten LEDs eingebaut.


R.I.P.

Da das Leben oft die Erfordernisse ändert, existiert der Undertaker heute in der Form nicht mehr. Ausgeraubt und zerlegt stehen die Fragmente noch rum, sind aber nicht mehr verplant. Er steht sozusagen auf dem Schrottplatz, freigegeben zum Ausrauben...


Das war der Undertaker:

AMD Thunderbird 1200@1400
ABIT KT7 A RAID
2 x Maxtor 20 GB als Stripeset
1 x WesternDigital 60 GB als Startplatte
1 x Seagate 30 GB als Datenplatte
Kyro II Grrafikkarte 64MB
256 MB SDRAM CL2 Infineon
TV-Karte
Soundblaster live
Netzwerkkarte
DVD
CDRW
Enermax 435 Watt


20011130-undertaker03

Werdegang:

1. Komponenten
Reservoir mit 2 Pumpen (www.overclockershideout.com);
CPU-Pad in Cu/Al-Mischbauweise (www.overclockershideout.com);
Chipset-Pad in Cu/PE-Mischbauweise (www.frozensilicon.de);
Radiator mit 2 x 120er Lüftern (www.overclockershideout.com);
Silikonschläuche;
temperaturabhängige Lüfterregelung für Kühlwassertemperatur;
temperaturabhängige Lüfterregelung für Festplattentemperatur;
Absicherung der Pumpen mittels Automat mit 220V/5A

2. Wasserkreislauf
Vom Reservoir durch den Radiator anschließend wird der Strom geteilt und parallel durch CPU und Chipset-Kühler geführt, dann wieder zurück ins Reservoir. Eine Pumpe arbeitet auf Druckbetrieb, die zweite Pumpe arbeitet auf Saugbetrieb. Als Medium habe ich momentan destilliertes Wasser mit Kühlerfrostschutz im Umlauf. Der Gesamtinhalt betragt ca. einen 3/4 Liter.

3. Lüftersteuerung

Ich habe ganz simple Lüfterregler mit Temperatursensor verwendet, wie sie überall angeboten werden. Sie können eingestellt werden, ab welcher Temperatur die Lüfterspannung steigen soll. Da bei meinem Case hinten zwei zusätzliche 80er Lüfter eingebaut sind, ziehen sie Frischluft vorne vor den Festplatten nach. Also habe ich diese zwei Lüfter temperaturgeregelt. Der Fühler sitzt auf der Festplatte, die am wärmsten zu werden pflegt. Wird sie nun mehr als handwarm, beginnen hinten die Lüfter langsam zu arbeiten und kühlen so die Festplatten mit.
An der Grafikkarte habe ich einen großen Kühlkörper befestigt, der mit einem 40er Lüfter versehen ist. Da dieser sehr leise läuft, habe ich ihn nicht geregelt. Die zwei 120er Lüfter des Radiators werden ebenfalls geregelt. Die Wassertemperatur wird am Kühler gemessen. Der Spannungsregler wurde von mir mit einem zusätzlichen großen Kühlblech versehen, da er im Regelbereich sehr heiß wird.

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4. Temperaturen

4.1. Vor dem Umbau:

CPU ca. 54°C bei Vollast;
PC stürzt bei extensiven Festplattenzugriffen ab! Angeblich sei die SB-live schuld!
Deswegen wird das Chipset mit 3,6 Volt betrieben. Dadurch sind die Probs mit den FPs verschwunden!
Der Rechner spinnt jedoch bei CS, beendet einfach die Applikation!

4.2. Erster Umbau:

(CPU wassergekühlt, Chipset mit großem Luftkühlkörper);
CPU-Temp (ohne Radiatorlüfterbetrieb) ca. 36° bei Vollast;
CPU-Temp (Radiatorlüfter 12 Volt) ca. 25° bei Vollast;
Rechner spinnt aber immer noch, trotz größeren Chipsetcooler mit Fan.

4.3. Zweiter Umbau:

(Chipset erhält ebenfalls Wasserkühlung, Radiatorlüfter erhalten Regelung)
CPU-Temp max. 40° bei Vollast (Radiatorlüfter pendeln sich so bei 7-8 Volt ein)
Die Temperaturen sind durchaus erheblich tiefer zu bekommen, wenn man die Radiatorlüfter auf 12Volt laufen lässt. Will ich aber wegen dem Lärm nicht haben.
Chipset hat keine Probleme mehr dank WaKü (36Std LAN-Party haben kein Problem gemacht)
In dieser Zusammenstellung habe ich den Undertaker vom November 2001 bis August 2002 unverändert betrieben. Keine Probs mehr mit dem Chipset, keinen Ärger mit der WaKü. Er war da und lief immer. Selbst eine Windows-Neuinstalltion war nie nötig. Die Kyro II wurde sogar noch um rund 5% übertaktet. (Der Kenner weiß, daß dies schon fast ein Wunder ist)

5. Auschlachten
(Brauchte auf die Schnelle ein Board mit CPU und das FP-Sammelsurium für den V8)
So leid es mir tut, aber ich musste den Undertaker ausschlachten, weil ich einfach nicht schon wieder in viel Hardware investieren wollte und vor allem, weil mir die Zeit bis zur DCMM ausging. Also nimmt man, was man hat. So leistete also die Undertaker-Hardware noch einige Monate treue Dienste im V8. Erst nach und nach wurden die Teile ersetzt.

6. Resurrection
Phoenix aus der Asche... (unwahrscheinlich)



MAX heaDrOOM

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